Kunst und alte Schachteln

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

STRASSENKUNST Sie stellen Tausende Pappfiguren in der Stadt auf oder verteilen Druckgrafik auf Klopapier: Guerillakunst im öffentlichen Raum muss nicht zwangsläufig aus der Spraydose kommen. Zwei schöne Beispiele für "Street Art" in Wien. 

Besonders lange lehnt die lebensgroße Pappfigur, eine wild gemalte Landfrau in geduckter Haltung mit Kittelschürze, Kopftuch und dem Gesicht von Arnold Schwarzenegger, sicher nicht an dem Straßenschild am Karlsplatz. Wenn die mit Klebeband nur leicht fixierte Figur nicht gleich von begeisterten Sammlern oder anderen Kunstsinnigen davongetragen wird, räumen sie ganz bestimmt die Männer in Orange von der Straßenreinigung weg. Aber egal, am nächsten Tag kommt was Neues, schnell mit Acryl zu Papier gebracht und mit dem Stanleymesser ausgeschnitten. Der anonyme Pappfigurenmacher, der seit Jahren Wien und andere Städte (in Graz, Paris und Berlin wurde sein zweidimensionales Personal auch schon gesichtet) mit seinen mal humorigen, mal sozialkritischen,


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