Kämpferherzen

Steiermark Politik | HERWIG G. HÖLLER und DONJA NOORMOFIDI | aus FALTER 02/06 vom 11.01.2006

ZUWANDERUNG Mehr als die Hälfte aller Asylwerber in der Steiermark sind Tschetschenen. Die meisten werden als Flüchtlinge anerkannt und bleiben zunächst in Österreich. Trotzdem sind die neuen Mitbürger kaum integriert. 

Der Berghof im obersteirischen Aflenz versinkt in glitzerndem Weiß, Tannenwälder rahmen das idyllische Fleckchen ein, der Blick ins Tal bietet vor allem eines: Landschaft. Doch der ehemalige Gasthof dient schon lange nicht mehr Ausflüglern als Ziel. Seit mehr als zwei Jahren sind im Berghof Asylwerber untergebracht, die meisten von ihnen Tschetschenen. Die Spannung zwischen den Bewohnern und der Heimleitung ist in dem alten Gasthof förmlich greifbar, die Nerven liegen blank. "Ich habe Angst, dass hier auch einmal so etwas passiert wie unten", sagt Hausmeister Adi. Er meint damit eine Messerstecherei zwischen Tschetschenen vergangenen November im Asylheim in Dörflach. Zwei Tschetschenen wurden dabei schwer verletzt. Seit einem Autounfall ist Herr Adi in Frühpension


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