Vorsitz als Chance

Vorwort | Markus Marterbauer | aus FALTER 03/06 vom 18.01.2006

KOMMENTAR Für eine bessere Beschäftigungspolitik in der EU gibt es bereits jede Menge konkrete Vorschläge. 

Die Bundesregierung will den Themen Wachstum und Beschäftigung im Rahmen des Vorsitzes im Europäischen Rat besondere Aufmerksamkeit widmen. Dies ist angesichts der Wirtschafts-und Beschäftigungskrise seit dem Jahr 2001 angebracht. Die EU ist weit davon entfernt, die im Jahr 2000 festgelegten, hochfliegenden Ziele ("wettbewerbsfähigster Wirtschaftsraum, mehr und bessere Arbeitsplätze, größerer sozialer Zusammenhalt") zu erreichen. Der Wohlstand ist insgesamt kaum gestiegen, die Einkommensverteilung wurde in vielen Ländern ungleicher, die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich merklich verschlechtert. Die Arbeitslosenquote stieg im Durchschnitt der 15 alten EU-Mitgliedsländer von 7,2 Prozent der Erwerbspersonen im Jahr 2001 auf acht Prozent im Jahr 2005, in Österreich gar von 3,6 Prozent auf 5,2 Prozent (laut traditioneller Berechnungsmethode erreichte sie sogar 7,2 Prozent).


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