HERO DER WOCHE

August Muri

Politik | aus FALTER 03/06 vom 18.01.2006

Dem Kärntner Landeshauptmann ist ja kein Mittel zu dreist, um die Aufstellung zusätzlicher zweisprachiger Ortstafeln zu verhindern. Sein jüngster Streich: Am Freitag wachelte Jörg Haider im Kanzleramt mit einer Umfrage herum, in der sich angeblich die Mehrheit der Befragten von zehn Südkärntner Gemeinden gegen die Schilder stemmt. Zumindest einer will dem Treiben des Oberkärntners nicht mehr länger tatenlos zusehen: August Muri, Bezirkshauptmann von Völkermarkt, wird nun in seinem Wirkungskreis - in Bleiburg und Bleiburg-Ebersdorf - die Aufstellung der Tafeln verordnen. Seine Begründung: "Wenn ich das nicht mache, verstoße ich gegen das Recht. Ich gehe im März in Pension und möchte meinem Nachfolger kein faules Ei hinterlassen." Dass sein Erlass von den zuständigen Behörden, also Gemeinde und Straßenmeisterei, exekutiert wird, bezweifelt er allerdings selbst. Aber in einem Land wie Kärnten zählt ja bereits der gute Wille.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige