Ausgefuchst?

Politik | Gerald John und Julia Ortner | aus FALTER 03/06 vom 18.01.2006

WIRTSCHAFT Die Regierung will noch schnell einen Teil der Post an der Börse verkaufen. Verhilft sie dem Staat zu einem guten Geschäft? Oder vernichtet sie bloß Arbeitsplätze und Postämter? 

Es ist kein guter Winter für Martin H.* Erst der Überfall im Dezember, als der Wiener Postler plötzlich in den Lauf einer Pistole blickte. "Auf den Boden!", befahl der Räuber und fesselte sein Opfer an Händen und Füßen. Mit Zehntausenden Euro Beute suchte der Unbekannte das Weite.

  Der Schock sitzt so tief, dass H. noch immer im Krankenstand ist. Genauso hilflos wie vor ein paar Wochen muss er nun mit ansehen, wie sich schon wieder Fremde über die Post hermachen. Diesmal sind es aber keine maskierten Verbrecher, sondern hochoffizielle Investoren, die sich einen Teil des Unternehmens unter den Nagel reißen werden - eingeladen von der Regierung. "Die Post soll für die Bevölkerung da sein, nicht für ein paar Großkopferte", schimpft der Beamte.

  Der Staat verkauft wieder einmal eines


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