Kommentar

MS Supamira vs. Queen Francesca

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 03/06 vom 18.01.2006

Francesca Habsburg war Ende letzten Jahres bei "Treffpunkt Kultur" zu Gast, um über ihr neues Projekt "Küba" zu sprechen. Enthusiastisch erzählte sie von ihrem Plan, eine Videoinstallation aus ihrer Sammlung während einer Donaufahrt durch Osteuropa zu zeigen. Habsburg wurde als Mäzenatin präsentiert, die sich mit ihrer reichen Stiftung ganz der Förderung von zeitgenössischer Kunst verschrieben hat. Irritation kam nur auf, als die Thyssen-Erbin anmerkte, noch auf Sponsorensuche zu sein. Hat sie das Geld für ihr neues Steckenpferd doch nicht, oder will sie nicht so viel investieren?

Mittlerweile wurde ein freigebiger Spender gefunden: der österreichische Steuerzahler, repräsentiert durch Franz Morak. Mit der ungewöhnlich hohen Förderung von 240.000 Euro greift der Kunststaatssekretär Habsburg unter die Arme. Angesichts des stagnierenden Kunstbudgets kann eine so große Summe für eine Privatstiftung nur überraschen. Aber schließlich fallen nicht nur 30.000 für den Diesel an,


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