Die Würfel sind gefallen

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 03/06 vom 18.01.2006

FILM Georg Friedrich brilliert in Antonin Svobodas ansonsten weitgehend missglücktem Spielfilmdebüt "Spiele Leben" als spielsüchtiger Versager. 

Spielen, sagt das kleine Mädchen, ist scheiße. Vor allem fad. "Weil nachher alles so ist wie vorher." Kurt, der sich vor dem Glatzerten vom Inkassobüro in einen Beserlpark geflüchtet hat und auf der Bank neben der Kleinen verschnauft, schaut betroffen drein. "Das find ich aber traurig. Ich spiel nämlich sehr gern." Freilich nicht unbedingt Völkerball.

  "Spiele Leben" erzählt die Geschichte eines hoffnungslosen Glücksspielers. Dass er, der Kurt, gar nicht anders kann, setzt der Film als fait accompli voraus, allerdings nicht ohne auch um ein gewisses Verständnis für seinen (Anti-)Helden zu heischen: Manu, seine Freundin vom Land, arbeitet als Krankenschwester, sein Vater wohnt in Hütteldorf, ist tief religiös und gehört irgendeiner "Glaubensgemeinschaft" an. Vor derart assekurierten Verhältnissen blieb dem Kurt nur die Flucht


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