AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 03/06 vom 18.01.2006

Das aufregendste Buch über Hildegard Knef hat die deutsche Schauspielerin, Sängerin und Autorin mit ihrer 1970 erschienenen Autobiografie "Der geschenkte Gaul" selbst verfasst. In eigenwillig-poetischer Sprache erzählt die am 1. Februar 2002 verstorbene Allroundkünstlerin, die kürzlich ihren achtzigsten Geburtstag gefeiert hätte, darin von ihrer Kindheit in Berlin, der Jugend in Nazideutschland, dem grauenhaften Kriegsende in deutscher Uniform und der nachfolgenden Karriere im Film, am Broadway, auf Theater-und Konzertbühnen; ausführlich beschreibt sie Höhenflüge und Abstürze beruflicher wie privater Natur. Während Fakten und poetische Ausschmückung in diesem millionenfach verkauften Bestseller keinen Steinwurf weit voneinander entfernt sind, setzt Christian Schröder in seiner seit einigen Monaten auch als Taschenbuch vorliegenden Biografie "Hildegard Knef. Mir sollten sämtliche Wunder begegnen" auf eine akribisch recherchierte Genauigkeit, die er mit Hunderten Fußnoten

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