Ches Erben

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 04/06 vom 25.01.2006

AUSLAND Nicht nur die USA, auch die Europäer zeigen dem neuen peruanischen Präsidenten Evo Morales die kalte Schulter.

Nach dem Vorbild Fidel Castros und Che Guevaras wollte einmal eine ganze Generation lateinamerikanischer Linker die Vorherrschaft der Oligarchien im bewaffneten Kampf brechen. Jetzt kommen die politischen Erben der Guerilleros auf höchst friedlichem Weg über Wahlerfolge an die Macht. Der Amtsantritt des ersten Indiopräsidenten in der Geschichte Boliviens ist dafür ein besonders spektakuläres Beispiel.

Evo Morales, der den Sprung vom Anführer der Coca-Bauern an die Staatsspitze geschafft hat, musste als Kind im Andenhochland Lamas hüten. Vier seiner fünf Geschwister haben ihr erstes Lebensjahr nicht überlebt. In den Straßen des benachbarten Argentinien musste Morales später selbstgemachte Süßigkeiten verkaufen. Es ist eine Lebensgeschichte, die an den Aufstieg des brasilianischen Präsidenten Inacio "Lula" da Silva vom Straßenkind zum Staatschef erinnert. "Lula"


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