WIENZEUG

Politik | aus FALTER 04/06 vom 25.01.2006

Ausländer: Ist Wien säumig? Seit Jahresbeginn dürfen Ausländer in Gemeindebauten ziehen, eine EU-Richtline macht's möglich. Die Stadt müsse den Zuwanderern aber auch schleunigst in anderen Bereichen entgegenkommen, fordert die grüne Gemeinderätin Alev Korun. Laut derselben Richtlinie stehe den Bürgern ohne Staatsbürgerschaft nämlich Sozialhilfe zu. Bislang kann die Stadt diese Leistung ausbezahlen, muss es aber nicht. Und noch weitere Schritte zur Gleichberechtigung stünden an: "Wien muss seine Pensionistenwohnhäuser für Ausländer öffnen und die Benachteiligungen beim Zugang zu einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstätigkeit beseitigen", sagt Korun.

Mit Aufklärung gegen Sucht Gemeinsam mit dem Jugendverein wienXtra hat der Fonds Soziales Wien eine neue Broschüre für suchtgefährdete und suchtkranke Jugendliche herausgegeben. Darin sind nicht nur sämtliche illegale Drogen, sondern auch die Hilfs-und Beratungseinrichtungen der Stadt aufgelistet. Der Ratgeber setzt sich zudem mit anderen Formen von Abhängigkeit, wie etwa Spielsucht oder Essstörungen, auseinander. "sucht" ist unter www.jugendinfowien.at bzw. www.fsw.at/broschueren/pdf/sucht.pdf kostenlos abrufbar.

Autos raus aus der City Ein teilweises Nachtfahrverbot für die Innenstadt verordnet jetzt ÖVP-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel. Ein derartiges Pilotprojekt soll demnächst rund um den Rudolfsplatz starten, vom nächtlichen Fahrverbot ausgenommen werden Anrainer, Taxis und Radfahrer. Außerdem möchte Stenzel auch die vielen Reisebusse aus ihrem Bezirk verbannen. Man könne ja "die paar Meter vom Schwedenplatz zum Stephansplatz zu Fuß gehen", erklärte die neue Bezirkschefin, daher will sie die beliebten Sightseeing-Fahrten über den Stephansplatz künftig unterbinden.


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