PRESSESCHAU

Medien | Gerald John | aus FALTER 04/06 vom 25.01.2006

Nach siebzig Seiten Lifestyle der Schlag ins Gesicht des hedonistischen Lesers: Bei ihrem ersten "Schlusswort" fürs rundereneuerte "Schaufenster" der Presse rechnet die Starmoderatorin Arabella Kiesbauer beinhart mit dem Bösen in der Welt ab. "Darf das wirklich wahr sein, dass vor unserer Haustür so etwas Grauenvolles passiert?", kommentiert sie messerscharf die (angeblichen) Foltergefängnisse der USA in Europa. Dann das glasklare Statement: "Es gibt keinen Grund für Krieg." Menschen, die auf Rettung vor Hitler oder Pol Pot gewartet haben, mögen das vielleicht anders sehen. Auf Kiesbauers Conclusio können sich aber bestimmt alle einigen. Wie das Politkolumnisten mit Weitblick halt tun, weist die "Starmania"-Tante nämlich einen Weg aus der Misere: "Ich wünsche mir, dass sich die Welt verändert. Bitte wünscht mit mir, denn Wünsche haben Kraft - ihnen folgen Taten." Das Prinzip hat was für sich. Ich habe mir zum Beispiel ganz feste gewünscht, dass sich Kiesbauer in ihren künftigen Glossen lieber auf ihre Kernkompetenzen beschränkt. Und siehe da: In Heft zwei schreibt sie über ihr Styling am Opernball.


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