Rock me, Paula Wessely!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 04/06 vom 25.01.2006

THEATER Die junge Schweizer Regisseurin Barbara Weber hat mit ihrer "Unplugged"-Serie ein neues, frisches Theaterformat entwickelt. Thema ihrer ersten Wiener Inszenierung ist die österreichische Bühnenheilige Paula Wessely.

Barbara Weber zieht dem Theater den Stecker raus. Die dreißigjährige Schweizer Regisseurin hat das aus der Popmusik bekannte Prinzip "Unplugged" auf die Bühne übertragen. "Unplugged" nennt sich eine Serie kleiner, schneller und billiger Produktionen, mit denen sich Weber zwischen Zürich und Berlin einen guten Namen gemacht hat. Sogar die seriöse Neue Zürcher Zeitung gerät haltlos ins Schwärmen, wenn die Rede auf den Darling der Schweizer Off-Szene kommt: "Im Label Weber steht W für Wahnwitz und E für Eigensinn, und die Anarchie und Sorglosigkeit, mit der hier ein Talent im Zitatenfundus der Mediengesellschaft wütet, muss man sich dazudenken."

Als sie vor knapp fünf Jahren ihr Regiestudium in Hamburg beendet hatte, wollte sich Weber die übliche Tour durch


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