Lost in Lunar Park

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 04/06 vom 25.01.2006

LITERATUR Nach siebenjähriger Schaffenspause legt Kultautor Bret Easton Ellis einen neuen Roman vor und belebt "Lunar Park" mit bekannten Monstern.

Er ist wieder da." Auf Seite 152 seines jüngsten Romans lässt Bret Easton Ellis ihn wieder aus dem Käfig: Patrick Bateman, der Wall-Street-Killer aus "American Psycho" (1990), kehrt zurück, um seinen Schöpfer an den Rand des Wahnsinns (und darüber hinaus) zu treiben. Bateman hat mit Ellis noch eine Rechnung zu begleichen - so wie, allem Anschein nach, der 41-jährige Autor mit sich selbst.

In der Mitte seiner Jahre blickt Ellis auf sein bisheriges Werk zurück und befasst sich in dem komplexen und im deutschen Feuilleton mit großem Eifer abgehandelten Roman "Lunar Park", der in den USA bei Kritik und Publikum gefloppt war, mit den zwei großen Monstern, die er geschaffen hat: eben Bateman und natürlich Bret Easton Ellis, dem hassgeliebten Skandalautor.

"Lunar Park" hebt konsequent mit einer fünfzigseitigen Rekapitulation von Ellis' Karriere


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