Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 04/06 vom 25.01.2006

Sex

Der Ursprung der Welt (3) Muschis sind wie Muscheln. Beide sind verschlossen. Beide haben ein feuchtes, köstliches Innenleben. Und beide öffnen sich, wenn man sie erhitzt. Achtung, jetzt kommt der kleine Unterschied: Muscheln wirft man zu diesem Zweck ins kochende Wasser, für Muschis braucht es subtilere Praktiken. Gut zureden ("Ja, wo ist sie denn?") hilft wenig, dafür können Berührungen weit entfernter Körperteile Wunder wirken. Manchmal aber hilft gar nichts, die Muschi bleibt verschlossen. In solchen Fällen gilt dasselbe wie bei Muscheln: nicht genießbar! W. K.

Fussball

Mehr Boulevard, bitte! Die Welt lacht über Englands Teamchef Sven-Göran Eriksson: Ein Reporter der englischen Boulevardzeitung News of the World hat sich als Scheich ausgegeben und den schwedischen Trainer in ein Siebensternehotel nach Dubai eingeladen, wo Eriksson dem vermeintlichen Geldgeber verriet, dass er nach der WM gern als Vereinstrainer zu Aston Villa wechseln würde. In solchen Momenten bedauert man, dass es bei uns keine gescheite Yellowpress gibt. Nur deshalb ist zum Beispiel noch kein Didi-Mateschitz-Double mit Hans Krankl essen gegangen, um mit ihm Tacheles über Kurt Jara zu reden. W. K.

Mädchenzimmer

Schwiemus (3) Und nun zu einer besonders gefährlichen Gattung der Schwiemu: der Typus, der zur Frau des Sohns auffallend picksüß tut und dafür hintenrum umso fieser ist. Wie diese freundliche Dame mit hochtoupiertem Haar, die ihr Schwiegertöchterl wahlweise als "Mäuschen" oder "Schatzerl" tituliert, ihr gerne das Enkerl abnimmt, "damit du auch mal Zeit für dich hast". Nur sobald ihr die junge Frau den Rücken kehrt, spricht Schwiemu Klartext: "Die ist blöd, faul und blad ist sie auch geworden." So was von verlogen und infam - ganz abgesehen davon, dass die Dame selber mehr hoch als breit ist. Schwiemu from Hell. J. O.


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