Nachdenkpausen

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 04/06 vom 25.01.2006

INNENSTADT Die neue City-Chefin Ursula Stenzel kämpft gegen den Rummel in ihrem Bezirk. Bisher vergeblich.

Golden bemalte Straßenkünstler, die Vogelgezwitscher nachmachen, Tierschützer, die Kunstpelze mit roter Farbe bekleckern, Spendenkeiler, die einem den Weg versperren: Beim Schlendern durch die Innenstadt denkt man sich manchmal, dass die Frau Bezirksvorsteherin schon ganz Recht hat. Zugeben tut man das ja ungern. Man will schließlich nicht wie eine Hofratswitwe klingen, die glaubt, die City gehört ihr allein. Aber nennen wir die Dinge beim Namen: Der Rummel im ersten Bezirk nervt auch nach dem Punschhütten-und Silvesterpfadwahnsinn. Ursula Stenzel ist die Verstandelung des Stadtkerns schon lange ein Dorn im Auge. Im Wahlkampf letzten Herbst versprach die ÖVP-Kandidatin, sich für "eine gewisse Beruhigung der Innenstadt" stark zu machen. Nun macht die neue Bezirkschefin ernst. Letzte Woche verweigerte sie die Zustimmung zu einer Veranstaltung von Greenpeace am Stephansplatz.


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