Liebe Leserin, lieber Leser!


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

Ob der Chefredakteur im Haus ist, merkt man am Lärmpegel. Wenn er da ist, dringt gerne Klaviermusik aus dem Zimmer und versetzt angrenzende Räumlichkeiten und deren Mobiliar in sanfte Schwingungen, sodass Tatjana Ladstätter, die das Sekretariat betreut, meist einen gut durchgerüttelten Eindruck macht. Wie Armin Thurnher, der ein total affirmatives Verhältnis zu Mozart hat, was sogar sein ansonsten stupendes Artikulationsvermögen leicht beeinträchtigt ("Mozart ist Superwahnsinn"), bei diesem Lärm arbeiten kann, ist ein Rätsel. Aber er kann (siehe Seite 5). Musikuntermalung während der Arbeit kommt für Carsten Fastner nicht infrage, und wer weiß, ob Wolfgang Kralicek, der im selben Zimmer sitzt, das überhaupt zuließe. Auf Bach könnten sich die beiden wohl einigen, und auf Mozart auch. Während Kralicek diese Woche mehr mit dem Pulverschnee von Gröden befasst war, ehe er zur Präsentation des Jelinek-Buches von Falter-Vorgänger Roland Koberg und Verena Mayer nach Erdberg eilte,

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