Hamas siegt - und jetzt?


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

AUSLAND Palästinenser, die arabische Vorhut: Wen oder was bedroht der Wahlsieg der Fundamentalisten bei den palästinensischen Wahlen?

Die Palästinenser galten lange Zeit als gebildet, politisch raffiniert und international vernetzt wie kaum sonst eine Volksgruppe der arabischen Welt. Zum Teil war das eine Folge der Diaspora, die in den verschiedensten Staaten verstreut lebte. Ob im Golf oder im Libanon, in Jordanien oder im Irak: Palästinenser gehörten zu den erfolgreichsten Geschäftsleuten, Journalisten oder Ärzten. Nach der demütigenden Niederlage der großsprecherischen arabischen Führungen gegen Israel 1967 entwickelte sich in der PLO ein politischer Pluralismus von der konservativen Rechten bis zur marxistischen Linken, von der andere Befreiungsbewegungen nur träumen konnten. Die Entwicklung vom maximalistischen Terrorismus zum Osloer Friedensvertrag war eine Folge dieser Tradition politischer Flexibilität.

In der politischen Welt des arabischen Nationalismus kam den Palästinensern

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