WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

WAS WAR

Sieben Jahre Haft für 16-Jährigen "Ich hätte keine Sekunde gedacht, dass er sterben könnte", meinte der 16-jährige Schüler des Währinger Polytechnikums in seiner Aussage. Mit zwei Stichen hatte er einen Mitschüler in der großen Pause tödlich verletzt. "Ohne Anlass", wie der Schöffensenat nach zweitägigem Prozess und der Anhörung von einem Dutzend Zeugen feststellte. Unter regem öffentlichen Interesse hatte das Gericht am vergangenen Donnerstag den Jugendlichen des Mordes für schuldig befunden und ihn zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das Wie sei nun geklärt, sagte der vorsitzende Richter, die "Frage nach dem Warum wird wohl im Dunklen bleiben".

WAS KOMMT

Sondersitzung im Nationalrat Pisa-Debakel, Unichaos, Saliera-Diebstahl und das peinliche Hin und Her bei der Rückgabe der Klimt-Bilder: Am Donnerstag wird sich Wissenschafts-und Kunstministerin Elisabeth Gehrer von der Opposition einiges anhören müssen. Bei der von der SPÖ beantragten Sondersitzung im Parlament werden die Roten das Durcheinander in Gehrers Ressort anprangern und wieder einmal den Rücktritt der ÖVP-Frau fordern. Die Grünen wollen mit dem Sündenregister von Wilfried Seipel, Direktor des Kunsthistorischen Museums, anrücken. Kultursprecher Wolfgang Zinggl kämpferisch: "Seipel ist ein Wiederholungstäter."

WAS FEHLT

Wiener Wiesenthal Institut Immer konkretere Formen nimmt die Realisierung des Simon Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien an. Wiens Bürgermeister Michael Häupl will die Hälfte der Kosten übernehmen, mit dem Bund wird noch verhandelt. Die Israelitische Kultusgemeinde stellt ein Haus in der Innenstadt (Ecke Rabensteig/Seitenstettengasse) zur Verfügung. Neben der Kultusgemeinde wirken auch das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, das Jüdische Museum und das Zeitgeschichte-Institut der Universität Wien mit. Vorsitzender der Arbeitsgruppe zum Projekt ist Anton Pelinka.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige