Schutz oder Keule?

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

UMWELT Seit fünf Jahren liegt ein österreichischer Brandschutzunternehmer mit dem Umweltministerium im Clinch. Während der Firmenchef Behördenwillkür sieht, orten die Beamten den Versuch, lästige Ökogesetze aufzuweichen.

Am Anfang war der Ringordner. Daniel Kapp, Sprecher des Umweltministeriums, hatte in der Redaktion angerufen. Er wolle darüber informieren, sagte er, dass es da neuerdings Anwaltsfirmen gebe, die - ganz nach US-amerikanischer Art - versuchten, im Namen ihrer Klientel auf jede erdenkliche Weise Druck auf Ministerien und Beamte auszuüben. Kapp übergab besagte Mappe voll mit Gutachten, Pressemeldungen, Gesetzestexten und Urteilen, mit der "unsere Beamten sturmreif geschossen werden sollen". Eine Woche später meldete sich wieder jemand in der Redaktion. Diesmal war Herr Stricks dran, Geschäftsführer der Firma Tornado Stricks GmbH. Genau jener, vor dem das Umweltministerium gewarnt hatte. Er habe da einen Skandal aufzudecken, sagte Stricks. Zur Veranschaulichung


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