Liebesbrief

Politik | Franz Küberl | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

Kommentar Die Antrittsenzyklika von Papst Benedikt XVI. handelt nicht nur von der Liebe. Der oberste Hirte ermahnt die Politik zu sozialer Gerechtigkeit.

Deus est caritas - Gott ist die Liebe": Es spricht für sich und macht Hoffnung, dass sich der neue Papst in seiner programmatischen Antrittsenzyklika über das "Liebesleben" der Gesellschaft Gedanken macht. Denn hinter dem Titel verbirgt sich weniger gefühlvolle Poesie als eine ganz konkrete Handlungsanleitung: Gott liebt uns, und wir können darauf antworten, indem wir ihn in unseren Nächsten lieben.

Benedikt XVI. zeigt auf diese Weise, welche enorme Bedeutung die Liebe hat - für den einzelnen Menschen, die Gesellschaft, die ganze Welt. Agape (die schenkende Liebe) und Eros (die begehrende Liebe) stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander - wenn der zur puren Sexualität verkommene Eros den Menschen auch zur "Ware" degradieren könne. Was Letzteres auch an subtiler oder offener Gewalt gegen Frauen nach sich ziehen kann, wissen wir


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