WIENZEUG

Politik | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

Debatte über EU-Frust Die Vertretung der Kommission und die Uni Wien laden zu einem Diskussionsabend, bei dem sich Experten die Köpfe über den steigenden EU-Frust der Österreicher zerbrechen. Am Podium sitzen unter anderem der ehemalige Kommissar Franz Fischler, Rektor Georg Winckler, Wiens Restitutionsbeauftragter Kurt Scholz und Bernhard Drumel von Greenpeace.

Mittwoch, 1. Februar, 16 bis 18 Uhr, Uni-Campus Altes AKH (Hof 2, Hörsaalzentrum), 9., Spitalgasse 2.

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Rüde Arbeitsvermittler? Paulo Bitencourt benahm sich so, wie es viele Beamte nicht ausstehen können, nämlich aufmüpfig. Weil sich der Sänger vom Team 4, das im Auftrag des Arbeitsmarktservices (AMS) arbeitslose Künstler betreut, zu wenig unterstützt fühlte, schrieb er einen Beschwerdebrief. Das AMS teilte dem Klienten daraufhin einen neuen Berater zu - und bereitet ihm nur noch mehr Probleme. Warum er sich "anmaße, das Team 4 in den Dreck zu ziehen", habe sein Gegenüber geschimpft, erzählt Bitencourt. Dann habe ihn der Betreuer auch noch belehrt: "Sie sind in Österreich, und Sie haben sich hier anzupassen!" Tatjana Karlovic, Leiterin des Team 4, kann sich nicht vorstellen, dass die Worte so gefallen seien. Trotzdem reagiert sie äußerst korrekt: Nächste Woche werden sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und die Probleme ausdiskutieren.

Tod von Imre B. Rechtswidriger Polizeieinsatz: Das ist der Befund des Verwaltungsgerichtshofs zur Tötung von Imre B., der in der Nacht vom 19. auf den 20. Mai 2000 in seinem Auto sitzend durch einen "irrtümlich gelösten Schuss" getötet worden war. Der VwGH begründete seine Entscheidung damit, dass der Finger des Polizisten nicht wie vorgeschrieben gestreckt entlang der Waffe, sondern am Abzug gelegen war. Im Strafverfahren im Juni 2002 hatte man den Beamten freigesprochen.


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