FERNSEHEN

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

Ich hatte geschworen, nie wieder über das unwürdige Altern von Thomas Gottschalk und seine fade "Promis müssen irgend einen Scheiß verkaufen"-Show zu berichten. Doch eine Ausnahme muss noch sein, wegen der unglaublichen Momente, die sich auf der "Wetten, dass ...?"-Couch in Salzburg abspielten. Da vertrat der gefährlich gutgelaunte Finanzminister mit Gattin die Republik - KHG diesmal als Spitzenpolitiker, Fiona Swarovski in einem räudigen Nichts mit Strass und Stiefeln bis übers Knie als Pretty Woman verkleidet. Hoffentlich trägt sie das mal beim Wallfahrten nach Mariazell, da würde der Kanzler schön schauen. Grasser durfte sich ungestraft als europäisches Finanzgenie aufspielen, das von seiner Kristallerbin daheim umsorgt wird - typischer blöder Gottschalk-Sexismus halt. Man hatte direkt Mitgefühl mit Swarovski, die von sich selbst als "sehr gute Mutter" und "Unternehmerin" erzählte - als sie bemerkte, dass jetzt doch dieser "100. Todestag von Mozart" gewesen sei. Ich denke, da hat sich sogar KHG einmal geniert. Frau Swarovski sollte lieber bei ihrem Standardsatz bleiben: "Ich liebe ihn, ich liebe ihn."


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