Tiefste Schublade

Medien | Gerald John | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

ORF Intrigen am Küniglberg: Der ORF desavouiert einen seiner Journalisten. Weil er als Linker gilt?

Fritz Wendl ist stinksauer. "Das ist eine unprofessionelle und menschlich letztklassige Vorgangsweise", schimpft der Vorsitzende des ORF-Redakteursrates - und spricht damit direkt die Chefetage des Senders an. Die trieb in den vergangenen Wochen ein seltsames Spiel mit einem verdienten Mitarbeiter.

Ende Dezember ernannte Generaldirektorin Monika Lindner den 54-jährigen Journalisten Helmut Opletal höchstpersönlich zum Leiter des neuen ORF-Büros in Peking. Unter anderem weil der "Chinaexperte", wie Lindner lobte, "fließend Mandarin" spricht. Doch schon wenige Tage danach erlebte Opletal, was gemeinhin als Mobbing bekannt ist. Der verdutzte Redakteur erfuhr nicht nur, dass trotz seiner öffentlich verkündeten Bestellung plötzlich Verhandlungen mit einem alternativen Kandidaten geführt wurden. Seine Gegner im Haus griffen auch in die tiefste Schublade, um gegen den Korrespondenten in spe


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