Das Kind im Künstler


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

KUNST Oswald Oberhuber ist einer der maßgeblichen österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Vor lauter Prozessen, Ämtern und Selbstironie fiel das bisher kaum wem auf. Ein Porträt anlässlich des 75. Geburtstags und einer Ausstellung in der Secession.

Was ein Sekkierer ist, das weiß Oswald Oberhuber mit lexikalischer Genauigkeit: "Das ist jemand, der nicht aufhört, einen anderen zu bearbeiten, um etwas zu erreichen." Vor fünf Jahren hätte Oberhuber bei dieser Frage wohl nicht geschmunzelt. Da verlor er nach siebenjähriger Verhandlung den Prozess gegen den von ihm als "Sekkierer" bezeichneten Galeristen Julius Hummel, der als Beweis für die Echtheit von Werken des deutschen Künstlers Joseph Beuys einen Brief Oberhubers vorgelegt hatte. Oberhuber bestritt die Gültigkeit des Dokuments mit der Begründung, Hummel habe ihn dazu gedrängt, was ihm das Gericht nicht glauben wollte.

Es war eine bittere Niederlage für den Exrektor der Angewandten; allein die Anwaltskosten betrugen

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