INTERVIEW

"Die Klimts sind viel zu teuer"

Kultur | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

Als Rektor an der Hochschule für angewandte Kunst sorgte Oswald Oberhuber für einen Modernisierungsschub, als Künstler ist er nach wie vor unterschätzt (siehe auch oben stehenden Artikel). Im Interview äußert er sich zu der Aufregung um die restituierten Klimt-Bilder ("Goldene Adele" et al.) und generell zur Misere, in der sich die Österreichische Galerie im Belvedere seiner Meinung nach befindet.

Falter: Was halten Sie von den 200 Millionen, die für den Kauf der restituierten Bilder von Gustav Klimt gesammelt werden sollen, um sie in der Österreichischen Galerie Belvedere zu halten?

Oswald Oberhuber: Das ist ein Schwachsinn. Österreich hat ja immerhin vierzig Klimt-Bilder. Und es ist besser, sie hängen in Museen im Ausland. Auch sind die Beträge viel zu hoch. Das Museum soll gscheiter Dinge kaufen, die es nicht hat. Jeder lebende Künstler, den ich gefragt habe, ob das Belvedere ein Werk von ihm hat, hat mir geantwortet, es wurde nie etwas gekauft. Dann frage ich mich, wofür


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