Feminismus und Biohonig

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

KUNST Die US-Künstlerin Joan Jonas zeigt im Sigmund-Freud-Museum ihre neue Installation "Reflection". Der "Falter" traf die Pionierin der Performancekunst zu einem Gespräch über Theater, Tanz und Zauberei.

Joan Jonas merkt man ihr Alter wirklich nicht an. Mit ihren bald siebzig Jahren trägt die zierliche Künstlerin mädchenhafte Plastikspangen im Haar. Im Gespräch hingegen ist sie sehr konzentriert, so ernst, dass es fast streng wirkt - und ehrlich: "Ich habe nur wenig Freud gelesen", gibt Jonas zu. "Sein Werk ist mir als Teil unserer Kultur geläufig."

Die Pionierin der Performancekunst gibt dieses Geständnis im Sigmund-Freud-Museum ab. In dem gassenseitigen Geschäftslokal des Museums lief in den letzten drei Jahren die Ausstellungsreihe "A view from outside". Nach Künstlern wie Joseph Kosuth oder Clegg & Guttmann gestaltet Jonas nun die sechste und vorläufig letzte Präsentation in der ehemaligen Fleischerei Kornmehl.

Auch wenn Jonas keine Freudianerin ist, steckt ihr Werk doch


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