STADTRAND

Pony M.

Stadtleben | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

Wem sind heuer noch die Ponys, Lamas und Eselchen im Stadtbild aufgefallen, die für ihren Arbeitgeber, den Keinzirkus, betteln müssen? Ist das der erste Winter für die Viecher auf der Straße, oder sind die nur auf der Durchreise und stehen sich sonst in Leipzig oder München die Hufe in den Bauch? Jedenfalls dürfte es für den Circus Safari ein ganz gutes Einkommen bedeuten, und die Kinder haben auch noch was zum Staunen. Doch jagt man bei minus zehn Grad ein Pony aus dem Stall? Wo bleibt der Aufruhr der Tierschützer? Von wegen das arme Pony M.! Kein Problem, sagen die - zumindest solange es ein Dach gibt und Futter und Versorgung. Hm. Womit stellt man sich nächsten Winter auf die Straße? Mit Elefanten, Flamingos oder Tigern? Ja klar, mit Tigern. Aber bitte nur mit der sibirischen Variante. Die haben kein Problem mit Minusgraden.

Noch ein Nachtrag zum "Stadtrand" mit den Niesern in der Obstabteilung, verbunden mit einer Bitte an alle Verschnupften: Wäre es möglich, in öffentlichen Verkehrsmitteln angerotzte Papiertaschentücher nicht zwischen die Sitze zu stopfen? Oder macht ihr das zu Hause auch so? C. W.


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