Vater(s) Mord

Steiermark Politik | Johannes Frankfurter | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

OPER W.A. Mozarts "Idomeneo" im Grazer Opernhaus: musikalisch und sängerisch unter Paul Goodwin sehr überzeugend.

Mozart allerorten. In Graz quantitativ mager, dafür qualitativ außerordentlich. Das Grazer Opernhaus hat sich - wie das Theater an der Wien - des "Idomeneo" angenommen und damit eine spannende, gescheite und sicher in nächster Zeit vieldiskutierte Produktion zustande gebracht: tiefenpsychologisch schürfend, darum in manchmal schwer entschlüsselbaren Bildern mehr die emotionalen Personenkonstellationen als die oberflächliche Handlung erzählend.

Musikalisch-sängerisch hat Paul Goodwin als Dirigent ganze Arbeit geleistet: Ein schlanker, ausdrucksstarker Mozart wird da in flotten Tempi makellos präsentiert. Alles ist schon vorhanden, von "Zauberflöte"-Harmonie bis zu "Don Giovanni"-Abgründen. Hier wird klar, dass der 25-jährige Mozart sein Meisterstück abgeliefert hat. Die Gesellenjahre sind endgültig vorbei, nun macht er sich nach Wien auf zur ganz eigenständigen


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