Das Schweigen ohne Ruh

Steiermark Kultur | Helmut Bast | aus FALTER 05/06 vom 01.02.2006

THEATER Die "Eisenerz-Protokolle" rollen die Judenmorde am Präbichl als Stück auf. Und Eisenerz blickt zwiespältig auf die eigene Geschichte.

Mit lärmenden Beschwörungen von Geschwindigkeit, Lautstärke und Erlebnis, den Erzberg-Motocross-Rodeos, Open-Air-Konzerten, Schaubergwerk und Abenteuerfahrten auf dem monumentalen Hauly versucht Eisenerz sein Image zu stärken. Es hilft nicht viel. Erzabbau am steirischen "Brotlaib" ist (fast) nicht mehr. Düster ist die Gegenwart. Die Stadt schrumpft, viele Arbeitsplätze sind dahin. Eisenerz scheint am Rand des kollektiv-depressiven Absturzes.

Und immer wieder wummert dann auch noch das vergessene Vergangene empor. Wenn auch von außen "herangetragen". Als sich etwa das Forum Stadtpark 2001 im Rahmen des Projekts akte erzberg dem Thema Zwangsarbeiter am Erzberg kritisch anzunähern versuchte und einige freche Statements zum Tabuthema vor Ort präsentieren wollte, machte der Ort schnell dicht. "Die Zwangsarbeiter in Eisenerz (...) haben massiv


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