Bart haben und beten

Politik | Stefan Apfl und Matthias G. Bernold | aus FALTER 06/06 vom 08.02.2006

PALÄSTINENSER Im besetzten Palästina gewann die Hamas die Wahlen. Sympathisanten hat die verbotene Organisation auch in Wien, aber die wenigsten bekennen sich offen zu ihr. Der "Falter" hat sich in der Szene umgesehen.

Es ist kalt, aber nicht zu kalt, um den Wienern von der Wahrheit zu künden. Im Jonasreindl, wo Straßenbahnen durchrumpeln und Studenten sich mit Pizza und Zigaretten versorgen, offeriert ein junger Mann Devotionalien des palästinensischen Befreiungskampfes. Flugblätter, Postillen, Flaggen, ein Palästinensertuch. Zu den Klängen traditioneller Volkslieder aus einer batteriebetriebenen Stereoanlage erzählt Abu-Shawki, der seinen richtigen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte, was an diesem Mittwoch kaum einen der Passanten interessiert: Er erzählt vom Palästinenserdasein.

Es ist der erste "Infotisch" seit dem Wahlsieg der Hamas am 25. Jänner. "Klar gibt es in Österreich Sympathisanten. Die Leute bekennen sich nur privat dazu", sagt der Jusstudent mit einem


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