Der jüngste Streich

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 06/06 vom 08.02.2006

ORTSTAFELN Schwarz-Orange will nun die Kärntner zu zweisprachigen Schildern befragen - was einem neuen Rechtsbruch gleichkäme.

Mittlerweile hat Rudi Vouk den Mann täglich am Rohr. Sobald der slowenischstämmige Anwalt den Hörer abhebt, schwadroniert der Anonymus los. Minutenlang. Zunächst hält der Anrufer eine Rede auf die Kärntner Volksabstimmung von 1920. Dann zieht er über den Verfassungsgerichtshof her. Zu guter Letzt legt der Stalker Vouk noch nahe, doch endlich Ruhe zu geben.

Vouk nimmt es immer noch gelassen. Seit dem jüngsten Spruch des Verfassungsgerichtshofs zu den zweisprachigen Ortsschildern, den der Jurist und stellvertretende Obmann des Rates der Kärntner Slowenen erneut mit der Anfechtung eines Strafmandats erwirkte, stapeln sich in seiner Kanzlei wieder Drohbriefe ganz anderer Qualität. "Ich leg sie einfach ab", sagt er. Ein Massen-SMS an Dutzende Unterkärntner beschäftigt dagegen seit kurzem die Staatsanwaltschaft. "Mit dem Öffnen (...) haben Sie gerade einen


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