GERT JONKE

Schule der Geläufigkeit

Kultur | aus FALTER 06/06 vom 08.02.2006

Zu den musikalisch-literarischen Doppelbegabungen Österreichs zählt (neben Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Gerhard Rühm und anderen) auch der am 8. Februar 1946 in Klagenfurt geborene Gert Jonke. Die Beziehung zur Musik des ausgebildeten Pianisten wird schon in den Titeln seiner Werken offenkundig: Sein wohl bekanntester Roman heißt "Der ferne Klang" (1979), zwei Jahre davor erschien "Schule der Geläufigkeit", und Anfang März wird Jonkes jüngstes Werk, "Strandkonzert mit Brandung. Georg Friedrich Händel. Anton Webern. Lorenzo da Ponte", im Salzburger Verlag Jung & Jung erscheinen.

Auch auf der Bühne nahm sich Jonke immer wieder musikalischer Themen an, etwa in dem Beethoven-Drama "Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist" (1990), in dem "Klavierstück" "Opus 111" (1993) oder in der "Chorphantasie" (2003). Jonkes jüngstes Stück, "Die versunkene Kathedrale" (2005), steht derzeit im Akademietheater auf dem Spielplan.

1977 wurde Gert Jonke mit dem damals erstmals vergebenen Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, 1997 erhielt er den Erich-Fried-Preis und 2002 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur.


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