AUFGEBLÄTTERT

Martin Lhotzky | Kultur | aus FALTER 06/06 vom 08.02.2006

Was ist nur mit den Tempelrittern los? Bis zum 700. Jahrestag ihrer Verhaftung am 13. Oktober 1307 (angeblich ein Freitag und ein möglicher Ursprung für die Unglückskonnotation dieses Tages) sind es noch zwei Jahre, die Aufhebung jenes geistlichen Ritterordens erfolgte 1312 (Bulle "Vox in excelso" Papst Clemens V.), und dennoch drängen schon jetzt vermehrt Bücher zu dieser Thematik auf den Markt. Ob das mit dem lustigen Abenteuerfilm "National Treasure" ("Das Vermächtnis der Tempelritter", 2004) zusammenhängt?

"Die Templer" sind vor Vorwürfen , einem Trend hinterherzuhecheln, allerdings gefeit, denn die Originalausgabe erschien bereits 1994. Anders als sein französischer Kollege Alain Demurger, dessen Buch gleichsam eine Innenansicht des Ordens vermittelte, blickt Malcolm Barber eher von außen auf die Geschichte der Mönchskrieger. Auch hier erwarten den Leser keine rasend neuen Erkenntnisse, aber eine gute Zusammenfassung des Forschungsstandes, ergänzt durch eine aktualisierte

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