Stadt ohne Fenster

Kultur | Jan Tabor | aus FALTER 06/06 vom 08.02.2006

BAUKASTEN Anmerkungen zur Architektur. Diesmal: Über die Mutation Wiens von der Museums-zur Medienstadt und den Entwurf eines zweiten Karl-Marx-Hofs.

Außer den neuesten Kunsttrends nachzuspüren, pflegt Peter Bogner neuerdings auch die Wettervorhersagen besonders aufmerksam zu verfolgen. Wenn es regnet in Wien, oder taut, dann regnet es auch ins Wiener Künstlerhaus. Noch kann der Direktor des Künstlerhauses das Problem mit ein paar Kübeln lösen. Die Löcher im Dach aber werden immer größer, und die Generalsanierung des ältesten Ausstellungshauses in Wien wird immer dringlicher. Nur das Finanzloch bleibt seit Jahren stabil. Es ist bereits so groß, dass es nicht mehr größer werden kann. Das Künstlerhaus ist ein permanentes Reich am Rande des Abgrunds. Permanent zäh und lebenswillig.

Als vor wenigen Tagen das riesige Gebäude am Karlsplatz eingerüstet wurde, hätte man den Eindruck haben können, nun werde endlich mit der Sanierung begonnen. Endlich habe die öffentliche Hand


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