OHREN AUF! Twen Spirit

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 06/06 vom 08.02.2006

Junge Jazzmusiker von heute stehen vor einer nicht ganz einfachen Situation: Tot ist diese prägende Musikform des 20. Jahrhunderts zwar noch lange nicht, aber ihr etwas seltsamer Geruch ist in den letzten Jahren auch nicht gerade schwächer geworden. Zumal fast alles irgendwie schon einmal gespielt worden ist. Was also tun? Zum Beispiel eine Jazzwerkstatt organisieren, dachten sich vor zwei Jahren einige Twentysomethings der Wiener Szene, um nach dem Vorbild der legendären Workshops des Bassisten Charles Mingus gemeinsam zu musizieren und Platten auf einem eigens gegründeten Label aufzunehmen.

Herausgekommen ist so unter anderem "die wilden jahre" von Clemens Salesny und Clemens Wenger, die trotz ihrer Jugend nicht nur Hauptbetreiber der Werkstatt sind, sondern auch schon sechs Jahre gemeinsam im Duo musizieren. Der Pianist Wenger und der Multi-Bläser Salesny berufen sich neben Mingus (großartig: ihre Interpretation von "Ecclusiastics") auch hörbar auf Thelonious Monk, scheuen aber


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