Blume am Gemeindebau

Steiermark Stadtleben | Judith Schwentner | aus FALTER 06/06 vom 08.02.2006

NEUES LOKAL Zu ebener Erd und im Gourmethimmel: Im Magnolia interessiert das Spiel der Gegensätze am Teller.

Mit der Magnolie ist es so eine Sache: Das ganze Jahr über hält sie sich bescheiden im Hintergrund, tut so, als wäre sie nicht wirklich da. Um uns dann im Frühling erneut die Schamesröte ins Gesicht zu treiben: Wie konnten wir es nur übersehen, dieses aufdringliche Blütenwunder? Dieser Effekt mag wohl auch die Strategie des soeben eröffneten Magnolia im Nebengebäude des Augartenhotels sein. Ob der Name programmatisch-historisch gesehen werden darf - üppige Blüte nach dem Winterschlaf -, sei dahingestellt. So viel ist klar: Der Vorgänger, Haubenkoch und Namenspatron des Hasewend, hatte sich an der gleichen Stelle nicht leicht getan. Wie auch? Werkte er doch gleich aus zweierlei Gründen nicht unbedingt auf einer gmahten Wiesen: Die Lage des kleinen Lokals im weniger lauschigen Gemeindebau-Betonambiente zwischen Schönau-und Jakob-Rettenbach-Gasse ist an sich schon eine


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