Nicht auf Linie?

Teresa Arrieta | Politik | aus FALTER 07/06 vom 15.02.2006

POLIZEI Einer der profiliertesten Menschenrechtsverteidiger bei der Wiener Exekutive wurde zwangsversetzt.

Er sitzt im Kommissariat Döbling und fühlt sich deplatziert: Oberstleutnant Friedrich Kovar war bis Mitte Dezember 2005 in der Bundespolizeidirektion tätig. Nun muss er Dienst in einer Bezirksstelle versehen. Eine Versetzung, die bei Menschenrechtsorganisationen Empörung auslöst. Man vermutet einen internen Machtkampf mit dem mächtigen Wiener Polizeigeneral Roland Horngacher, dem Kovars Art der Menschenrechtsarbeit missfallen hatte.

Friedrich Kovar hatte schon lange durch seinen Einsatz für Minderheiten auf sich aufmerksam gemacht. In den Neunzigerjahren organisierte er Polizeiseminare zu Themen wie Psychiatrie oder Migration. Er arbeitete auch mit dem Antirassismusverein ZARA zusammen. "Wir kennen Kovar als Polizisten zum Anfassen, der für NGOs immer gesprächsbereit ist", erzählt ZARA-Obmann Dieter Schindlauer. Auch seinen Vorgesetzten gefiel Kovars Ansatz: 1999 holte ihn

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