KOMMENTAR

Was wurde aus der Theaterreform?

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 07/06 vom 15.02.2006

Man hat verdächtig lange nichts mehr von der Wiener Theaterreform gehört. Sehr aufmerksame Leserinnen und Leser wird dieser Satz möglicherweise bekannt vorkommen: Er war vor genau einem Jahr an genau dieser Stelle zu lesen. Journalismus ist Wiederholung, und die Mühlen der Kulturpolitik mahlen langsam, weshalb der Satz in den vergangenen 365 Tagen nichts an Aktualität eingebüßt hat: Man hat verdächtig lange nichts mehr von der Wiener Theaterreform gehört.

Das heißt: Es stimmt nicht ganz, dass man nichts von der Theaterreform hören würde. Aber wenn, dann ist es selten Gutes. Alle paar Wochen schickt die IG Freie Theaterarbeit eine Aussendung aus, in der diverse Versäumnisse der Theaterreform angeprangert werden. (Zuletzt ging es darum, dass im Zuge der Reform vor eineinhalb Jahren ausgelobte Fördergelder für Kindertheater, Tanznachwuchs und andere Bereiche immer noch nicht vergeben wurden.) Alle paar Wochen findet irgendwo in Wien eine Podiumsdiskussion statt, bei der Theaterleute


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