"Die Neugier fehlt"

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 07/06 vom 15.02.2006

MUSIK Diese Woche feiert Friedrich Cerha seinen 80. Geburtstag. Der "Falter" sprach mit dem Doyen der Neuen Musik in Österreich und seiner Frau über das Komponistendasein in der Nachkriegszeit und heute.

Dann biegen Sie rechts ab, in eine Straße, in die Sie normalerweise niemals fahren würden." Und tatsächlich: Am Ende der besagten Buckelpiste, für die selbst die Bezeichnung "Feldweg" noch schmeichelhaft wäre, findet sich das Landhaus des Komponisten Friedrich Cerha - wunderschön auf einem Hügel gelegen, mitten im Dunkelsteiner Wald, umgeben von einem riesigen Garten und mit Blick über Maria Langegg. Im eigenen Schwimmbecken zog der 79-Jährige am Ende des letzten Sommers gerade noch ein paar Runden, als der Falter ankam, um sich mit ihm zum Gespräch zu treffen.

Doch daraus wurde nichts. Es wurde mehr: Gertraud Cerha brachte sich und ihr imponierendes Detailwissen mit charmantestem Nachdruck immer wieder in die Unterhaltung ein. Seit 1952 sind die beiden verheiratet, seit Jahrzehnten

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