Das Mittelmaß der Dinge

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 07/06 vom 15.02.2006

THEATER Friederike Heller ist eine Regisseurin der neuen Generation: unprätentiös, weiblich, gut. Eineinhalb Jahre nach ihrem Überraschungserfolg mit Handkes "Untertagblues" inszeniert sie wieder in Wien.

Wie die meisten Menschen liest Friederike Heller lieber Romane als Theaterstücke. Das Problem dabei: Heller ist von Beruf Theaterregisseurin, und sie konnte mit den Stücken, die ihr angeboten wurden, meist nicht viel anfangen. Stattdessen inszenierte sie lieber Romane, die ihr am Herzen lagen. Heller war eine der Ersten, die Houellebecqs "Elementarteilchen" auf die Bühne brachte (2000 in Dresden), auch "Generation P." und "Jesus von Texas" stehen auf ihrer Backlist, und voriges Jahr in Graz gelang ihr sogar das Kunststück, Elias Canettis Schwarte "Die Blendung" auf hundert Theaterminuten zu kondensieren.

Mittlerweile inszeniert die dreißigjährige Berlinerin auch "richtige" Stücke, unter anderem in Wien. Debütiert hat sie hier 2003 im Kasino mit Neil LaButes 9/11-Komödie "Tag


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