Denk mal wieder

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 07/06 vom 15.02.2006

FILM George Clooney erweist sich mit seinem neuen Film "Good Night, and Good Luck." erneut als personifiziertes Gewissen des liberalen Hollywood.

Es wird wieder nachgedacht im Kino. Das ist insofern erstaunlich, als das Denken gleichzeitig auf und vor der Leinwand stattfindet, eine Kombination, die im Mainstreamkino bekanntlich eher ungewöhnlich ist. Eine aktuelle kleine Welle an politischen Produktionen widmet sich diversen schwarzen Flecken und Grauzonen in der innen-und außenpolitischen Vergangenheit und Gegenwart der Vereinigten Staaten: Man stellt sich Fragen nach Verbindungen zwischen Öllobby und CIA im Nahen Osten ("Syriana"), von Staatsseite geleitetem Terrorismus ("Munich") oder sexueller Diskriminierung ("Brokeback Mountain" und "North Country").

Die Ursache für die verstärkte Politisierung im Kino ist unterschiedlichster Natur und reicht von direkten Auswirkungen der Bush-Regierung über das tiefe Misstrauen in die unheilvolle Allianz von Macht-und Medienkonzentration bis

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