Omnibus zum Tartarus

Kultur | Erich Klein | aus FALTER 07/06 vom 15.02.2006

LITERATUR Vor 150 Jahren starb Heinrich Heine. Die romantischen Lieder des Aufklärers, Bestsellerautors und Vermittlers zwischen den Kulturen stießen auf mehr Gegenliebe als dessen politische Pamphlete und düstere Visionen.

Als der 28-jährige Heinrich Heine am 1. Oktober 1825 zum Abschluss einer Harz-Wanderung nach Weimar kam, um Goethe zu besuchen, meint er, diesen auf Griechisch ansprechen zu müssen. Die Distanz zwischen dem Geheimrat der deutschen Klassik und dem Sohn eines jüdischen Kaufmanns aus Düsseldorf, der in Hamburg bei seinem Onkel eine Kaufmannslehre und mit dessen finanzieller Unterstützung ein Jurastudium abgeschlossen hat, scheint allzu groß. Außer einigen unter dem Pseudonym "Sy Freihold Reisenharf" veröffentlichten Scherz-und Schaudergedichten, einem kurzen Studienaufenthalt in Berlin, wo er in den Kreis der Rahel Varnhagen Eingang gefunden und Hegels Vorlesungen zur Philosophie der Geschichte gehört hat, hat Heine nicht viel zu bieten. Der Empfang beim "vollendetsten


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