TIER DER WOCHE

Symbolioniken

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 07/06 vom 15.02.2006

Der erste Tag war bestimmt von kultischen Zeremonien, wie Weihehandlungen und dem Einzug der Athleten, Schiedsrichter und Zuschauer in den heiligen Hain von Olympia." Seit Beginn der antiken Olympischen Spiele hat sich daran nichts geändert. Bei der Eröffnung in Turin gab es bombastisch-fades Schnaderhüpfeln und folkloristisches Geprötzel, das unsereinen nicht weiter interessieren mag. Spannender ist da schon ein anderes Jubiläum in diesem jubelfrohen Jahr, nämlich der dreißigste Geburtstag des olympischen Maskottchens. Auch wenn man animistisches Beiwerk und Tierkulte als selbstverständlichen Bestandteil dieser sportlichen Zeremonialhandlungen erwartet, so gibt es die offiziellen Talismane erst seit den Winterspielen in Innsbruck, 1976. Ein unförmiger "Schneemann", der mehr an einen Kopffüßler erinnerte und alle Vorurteile über hinterwäldlerische Alpenbewohner bediente, sollte das Symbol für die von der Erdölkrise geschüttelten "Spiele der Einfachheit" sein. Ab Lake Placid


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