Elitengemeinschaft

Vorwort | Stephan Schulmeister | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

KOMMENTAR Vom Europäischen Sozialmodell ist nicht viel übrig. Die reine Wirtschaftsgemeinschaft führte die EU in eine Sackgasse.

Befragt, worauf sie in Europa stolz sind, nennen die Bürger bei Umfragen regelmäßig das sozialstaatliche Gesundheitssystem, das öffentliche Bildungswesen, die Daseinsvorsorge durch (halb-)staatliche Einrichtungen und die Systeme der sozialen Sicherheit. In dieser Haltung kommt auch die Abgrenzung gegenüber dem US-amerikanischen Modell zum Ausdruck. Beide Gesellschaftsmodelle sind das Ergebnis unterschiedlicher Entwicklungspfade.

In den USA als einem Land der Eroberer, Einwanderer und Abenteurer haben der Individualismus - pursuit of happiness -, die räumliche, soziale und berufliche Mobilität höchsten Stellenwert, starke Arbeitnehmerparteien oder Gewerkschaften konnten sich nicht entwickeln, der Sozialstaat ist nur rudimentär ausgeprägt. In Europa hingegen haben die Eingebundenheit in Verbände wie Zünfte oder Gewerkschaften und das Ziel, individuelle


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