DOLM DER WOCHE

Erwin Pröll

Politik | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

Gemein, mit welchen Unterstellungen sich Niederösterreichs Landeshauptmann derzeit wegen seiner Eliteuni in Maria Gugging herumschlagen muss. Ob die international kritisierte Entscheidung der Bundesregierung, die Uni in der niederösterreichischen Pampa anzusiedeln statt in Wien, parteipolitisch motiviert gewesen sei, wurde Erwin Pröll jetzt auch in der "Pressestunde" gefragt. Da wurde der ÖVPler aber wild. Alles unlautere Anschuldigungen einer "abgehobenen, arroganten" SPÖ-Opposition. Es mache ihn wütend, dass sich gerade der Niederösterreicher Alfred Gusenbauer anschicke, "seine Heimat schlecht zu machen". Recht so, rote Nestbeschmutzer brauchen wir nicht. Und am Land ist's sowieso schöner. Die "wankelmütigen Professoren" sollen froh sein, dass sie ungestört von Verkehrslärm, Feinstaub und Kultur forschen dürfen. Vorsicht nur, dass Prölls Spezi Michael Häupl bei so viel Sozialistenbashing nicht auch bald der Kragen platzt.


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