Pandemiephobie

Politik | Matthias G. Bernold Und Wolfgang Luef | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

GEFLÜGELPEST Jetzt ist sie da, die Vogelgrippe. Schwäne sterben, das Federvieh hat Hausarrest. Für Menschen besteht kaum Gefahr. Doch was, wenn der Erreger seine Gestalt wandelt?

Das eine legt ein Ei, das andere frisst's auf. "Weil ihnen fad ist. Die wissen sich nichts anzufangen", sagt Gerhard Laserer, der Obmann des Wiener Kleintierzüchterverbands, und zeigt in den kleinen Stall, in dem sich die schwarzen Orpington-Hühner scheu in eine Ecke drängen. Gemeinsam mit seinem Vater Eduard züchtet Laserer in Aspern im 22. Bezirk Hühner, Gänse, Enten, Fasane und Papageien. Mit großem Erfolg, wie er hervorstreicht: "Unsere Vögel waren schon alles: Landesmeister, Europameister, sogar schon Weltmeister." Mehr als hundert gefiederte Tiere tummeln sich in den Ställen hinter dem Einfamilienhaus. Normalerweise könnten sie am Rasen herumlaufen. Doch seit in Österreich wegen der grassierenden Vogelgrippe Stallpflicht ausgerufen wurde, ist es mit dem Gackern an der frischen Luft vorbei. Die


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