PRESSESCHAU

Medien | C. Wurmdobler | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

Am Sonntag verriet uns der Kurier, "warum Frauen und Schwule so gut miteinander harmonieren". Super. Wollten wir eh immer schon wissen. Die Sexkolumnistin, selbst Schwulenmutti, fühlt sich "als Reflektion seiner Sehnsucht nach Frausein." Yeah! Der Experte vom "anderen Ufer", ein junger Mann von der Homoplattform gayboy.at, mag sich, Huch!, die Welt ohne Frauen gar nicht ausmalen: "Sogar ich als Schwuler fände sie öde und langweilig." Sogar! Aber warum können Schwule und Frauen so gut miteinander? Wegen der "Gefahrlosigkeit", glaubt der Gayboy. "Während wir der Frau als Mensch begegnen, ist der Hetero immer Mann und damit Jäger, bemüht, seine Gene weiterzugeben." Klar, der Schwule ist ja schließlich nicht immer Mann. Sondern auch schon mal die beste Freundin, voll Sehnsucht nach Frausein. "Homosexuelle haben es schwer, echte Freundschaften untereinander zu knüpfen", behauptet dann noch der Psychoonkel. "Sie finden auf Grund sozialer Erschwernisse nicht so leicht sozial befriedigende Beziehungen." Ahso, soziale Erschwernisse? Vorurteile vielleicht?


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