KUNST KURZ

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass die meisten Galerien ihr Programm zwischen Gefälligem und Sperrigem ausbalancieren. Mit dem retinalen Typus Kunst hält man das Geschäft am Laufen, mit den "schwierigeren" Ausstellungen - d.h. schwerer verkäuflichen - die eigene Reputation hoch. Die Galerie Georg Kargl meistert diesen Spagat seit Jahren sportlich, wie auch die beiden aktuellen Ausstellungen zeigen. In der Georg Kargl BOX, dem aufwendig gestalteten Straßenlokal neben der Hauptgalerie, stellt die US-Künstlerin Carol Bove (bis 18.3.) aus. Bove, Jahrgang 1971, vereinigt formale Raffinesse begnadet mit inhaltlichen Subtexten. Schon allein wie sie ihre Arbeiten auf dem engen Raum arrangiert, zeugt von großem Feingefühl. Auf zwei Betonblöcken am Boden liegt eine Holzplatte und auf diesem kleinen Podest etliche Miniaturplastiken, die an große Kunstströmungen wie Kubismus oder Minimalismus mahnen. Es sieht so aus, als hätte sich hier jemand einen Skulpturenpark für zu Hause eingerichtet.


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