Leben im Nebel

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

FILM Rupert Wainwrights Remake "The Fog" lässt den Gruselklassiker nicht ruhen. Tote rächen sich notfalls; alte Filme können sich nicht wehren.

Mit "The Fog - Nebel des Grauens" dürfte die Welle der Aufgüsse und Remakes von Seventies-Horrorfilmen langsam auslaufen. "Texas Chainsaw Massacre", "Assault", "Halloween", "Dawn of the Dead" - kaum ein durch die Videothekenkultur der Achtzigerjahre zum Klassiker geadelter Schocker, den Hollywood nicht recycelt hätte. Das Ergebnis ist meist a schöne Leich: Zielgruppenschmiegsam werden in den Upgrades Opferfiguren verjüngt, Monster beschleunigt und digitale Techniken, ohne jenes Gespür für Neudeutungen alter Sounds, Looks und Moves angewandt, wie es heutige Rock-und Dancemusik kultiviert.

Nun wird die hochergiebige Hinterlassenschaft von John Carpenters "The Fog" verhunzt. Setting und Situation bleiben gleich: Ein Spuk untoter Seeleute zieht im Nebel durch ein Städtchen, dessen Wohlstand auf einer Untat seiner Gründerväter beruht. Carpenter


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