Ins Herz der Finsternis

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

FILM Der türkische Blockbuster "Tal der Wölfe" betreibt Rambopolitik gegenüber dem Westen. Wie ernst muss man dieses krude Machwerk nehmen?

Das hauptsächlich aus türkischen Jugendlichen bestehende Publikum in den deutschen Kinos soll laut gejohlt haben und in "Allah ist groß!"-Rufe ausgebrochen sein. Im Premierensaal des UCI-Multiplex der Millennium City geht es etwas ruhiger zu: Nachdem der Krummdolch ins Herz des US-Schurken Sam Marshall gestoßen und mit deutlich vernehmlichem Knirschen umgedreht worden ist, macht sich hörbare Erleichterung breit, wohlwollender Schlussapplaus erhebt sich wenig später, als die Menschen vom familiären Samstagnachmittagsvergnügen aus dem Kino wieder in die Entertainmentmaschine der Millennium City strömen - unter ihnen auch einige, die das Alterslimit von 16 Jahren locker um drei, vier Jahre unterschreiten.

Am 16. Februar hatte sich die FAZ mit gleich drei Artikeln über "Tal der Wölfe" in Stellung gebracht und davor gewarnt, diese "Hasspredigt"


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